
Handwerk, Design und Luxus: ein Erbe, das die Wettbewerbsfähigkeit stärkt
Kampanien stellt eine Besonderheit und eine Spitzenleistung im Bereich Made in Italy – fashion und design oriented dar.
Außerordentlich reich und vielfältig in seinen Wertschöpfungsketten, ist es eine stark identitätsgeprägte Realität mit kulturellen, kommerziellen und expressiven Verbindungen zum Mittelmeerraum. In diesem Sinne erhält das Made in Italy in Kampanien eine Konnotation, die die italienischen Produktionsqualitäten durch seine besondere Identität bereichert, in der es keine starren Kategorien gibt: Kunst, Kulturerbe, altes Handwerkswissen, Kreativität, Architektur und angewandte Künste verschmelzen im Alltag und in den Produktionen und schaffen ein Szenario, in dem das Leben und seine Ausdrucksformen Ergebnis eines im produktiven Wissen verwurzelten kulturellen Prozesses sind.
Der Modesektor, der rund 22.000 Unternehmen umfasst, bezieht sich auf eine sehr lange und differenzierte Wertschöpfungskette hochspezialisierter kleiner und mittlerer Unternehmen.
Die TAC-Wertschöpfungskette – Textil, Bekleidung, Schuhwerk (einschließlich Bereiche wie Gerberei, Accessoires, Goldschmiedekunst, Brillen und Kosmetik) – ist auch hinsichtlich der Produktivität stark differenziert; in diesem Kontext stellt das hochwertige Handwerk eine für Luxusmarken besonders funktionale Realität dar.
Ein stark vernetztes Ökosystem, geprägt durch das Vorhandensein historischer Distrikte (international anerkannt) wie Neapel, Aversa, Caserta und Nola, die produktives Know-how ausdrücken, das Fertigungsqualität, neue Technologien und Materialien, handwerkliche Verarbeitung und Kreativität miteinander verbinden.
Ein integriertes System, das für Investitionen in den Premium- und Luxussegmenten besonders attraktiv ist.
Die territoriale Konzentration in bestimmten Gebieten führt zu regelrechten spezialisierten und kollaborativen Exzellenzzentren, wie im Fall von Avellino (Gerbereien und Lederverarbeitung), Aversa (Schuhwerk), Marcianise (Goldschmiedekunst), Caserta (Textil, Seidenweberei) und Neapel (Bekleidung).
Ebenfalls bedeutend ist die Präsenz großer Logistik- und Vertriebsstandorte.
Was den design-orientierten Produktionssektor betrifft, so besteht die kampanische Wertschöpfungskette Holz-Möbel mehrheitlich aus Unternehmen des Holzsektors, die mehr als 6.000 Personen beschäftigen, gefolgt vom Möbel- und Beleuchtungssektor; konkret werden 61 % des Umsatzes vom Holzsektor, 37 % vom Möbelsektor und 2 % vom Beleuchtungssektor erzeugt.
Kampanien exportiert rund 18 % der Gesamtproduktion der Wertschöpfungskette; der exportstärkste Sektor ist der Möbelsektor mit einem Anteil von 23 % und einem Wert von 62 Millionen Euro. Die wichtigsten Exportmärkte sind in diesem Fall Frankreich, die USA und Deutschland.
Im Holzsektor sind die wichtigsten Ziele Spanien, Deutschland und die USA. Kampanien exportiert auch nach Japan, wo es rund 20 % der Gesamtausfuhren Italiens ausmacht; Erzeugnisse des Beleuchtungssektors gehen vor allem in die Slowakei, nach Tschechien und Frankreich (Daten des Studienzentrums FederlegnoArredo).
Highlights
Integriertes Mode-Ökosystem: Entwicklung von den historischen Distrikten zu einer kollaborativen regionalen Wertschöpfungskette, die exportorientiert ist und Fashion und Luxus bedient, mit einer führenden Rolle der Goldschmiededistrikte D.O.R. Campania und des Unternehmensnetzwerks Mo.Cam.
Fortgeschrittene Ausbildung und Forschung: Bedeutende Ausbildungskette im Design und in der Mode, von regionalen Akademien bis zu Promotionen, darunter das nationale Promotionsprogramm „Design per il Made in Italy“, unterstützt von einem Netzwerk an Forschungszentren wie SSIP, Officina Vanvitelli und der Apple Academy
Interporto di Nola als Logistikdrehkreuz: zentraler Knotenpunkt für Produktion, Bündelung der Warenströme und internationale Akteure
Mo.Do. C.: Der regionale Runde Tisch für Mode und Design entstand im Rahmen des POR Campania FSE 2014–2020 mit dem Ziel, die Qualität der Strategien und die Governance des Modesystems Kampanien zu stärken und seine globale Wettbewerbsfähigkeit unter den Aspekten sozialer, ökologischer und technologischer Nachhaltigkeit zu verbessern
Kulturerbe und historische Unternehmen: Das regionale Gebiet beherbergt zahlreiche historische Unternehmen in den Bereichen Goldschmiedekunst, Korallen- und Kameenverarbeitung, Bekleidung und handwerkliche Schneiderei. Das Modemuseum — Fondazione Mondragone hat alte Wurzeln und zeugt von der Exzellenz der regionalen Handwerkskunst und der historischen Marken
Spezialisierte Fachkräfte: über die Zeit gewachsene handwerkliche Tradition mit historischen Marken, hochwertigen Werkstätten und Ausbildungseinrichtungen
Meet Italian Brands-MIT: ein internationales Fashion-Event, das der Mode in ihren Ausprägungen – von etablierten Marken bis zur hochwertigen Produktion unter Auftraggebermarke – gewidmet ist und sich an ausländische Akteure richtet, die Made-in-Italy-Produkte auf ihrem Markt vertreiben möchten